
Arbeitsfelder der Kaufleute im Groß- und Außenhandel
Zum Handel mit Waren und/oder Dienstleistungen gehören neben der Marktbeobachtung, der Werbung und der Absatzplanung auch Kontaktfreudigkeit, Anpassungsfähigkeit, Sprachgewandtheit, gute bis sehr gute Umgangsformen und auch ein ansprechendes Äußeres.
Bewerber/Innen müssen zunehmend bereit sein, auch bis spät abends zu arbeiten. Auch die Arbeit an Samstagen wird immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit.
Der Tätigkeitsbereich ist der Zwischenhandel. Die Aufgabe ist, große Mengen von Rohstoffen, Fertigprodukten und Halbfabrikaten im In- und Ausland einzukaufen und zum Verkauf anzubieten. Im Bereich des Einkaufs werden Angebote eingeholt, Preise verglichen, Waren bestellt bzw. Teillieferungen abgerufen. Auch für die Lagerhaltung ist der Großhändler zuständig. Beim Warenversand ist er für die rechtzeitige und ordnungsgemäße Abwicklung verantwortlich.
Mit Kunden werden Verkaufsverhandlungen geführt, Bestellungen entgegengenommen und Preise kalkuliert. Es wird vielfältiger Schriftverkehr erledigt, es werden Rechnungen erstellt, Lieferscheine kontrolliert und Lieferantenrechnungen bearbeitet.
In der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre. In bestimmten Fällen - entscheidend ist in erster Linie die schulische Vorbildung - ist eine zweijährige oder zweieinhalbjährige Ausbildung möglich. Im ersten Ausbildungsjahr wird an 2 Tagen der Woche die Berufsschule besucht und in den nachfolgenden Jahren an jeweils einem Tag.
Nach ungefähr der Hälfte der Ausbildungszeit steht schriftlich die Zwischenprüfung an.
Am Ende der Ausbildungszeit erfolgt die Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Alle diese Prüfungen führt die IHK durch.
Die Abschlussprüfung umfasst vier Bereiche, von denen die ersten drei schriftlich zu absolvieren sind:
Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung und dem erfolgreichen Besuch der Berufsschule (Berufsschulabschlusszeugnis) werden, sofern nicht bereits erworben, zusätzlich folgende allgemein bildende Abschlüsse bescheinigt:
· Sekundarabschluss I (Realschulabschluss)
· Erweiterter Sekundarabschluss I (Voraussetzung hierfür ist ein Abschlusszeugnis mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0. Außerdem müssen in den Fächern Deutsch/Kommunikation und Englisch sowie dem berufsbezogenen Lernbereich jeweils mindestens befriedigende Leistungen erreicht sein.)
An den Berufsbildenden Schulen Rotenburg kann anschließend die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt: Wirtschaft - Klasse 12 besucht werden, wenn die oben genannten Bedingungen für den Sekundarabschluss I erfüllt wurden. Ebenso kann das Fachgymnasium beliebiger Fachrichtung mit dem erweiterten Sekundarabschluss I besucht werden.
Bernd Weier 04261 9833601