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Landwirt(in)

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Ausbildung zur Landwirtin / zum Landwirt

Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung zum Landwirt/ zur Landwirtin findet im Dualen System statt, d.h. praktische Ausbildung im landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb und theoretische Ausbildung in der  Berufsschule. Zusätzlich laufen in jedem Ausbildungsjahr einwöchige Lehrgänge zur Landtechnik und Tierhaltung.
Die Ausbildung zum Landwirt/ zur Landwirtin ist dreijährig  und gliedert sich in Grundstufe, Fachstufe I und Fachstufe II. Der Ausbildungsbetrieb wird jährlich gewechselt, um eine möglichst breite Ausbildung zu erhalten.

Die Grundstufe kann dual, d.h. mit Ausbildungsvertrag und Teilzeitunterricht (2 Berufsschultage pro Woche) oder in der überwiegenden Form der Berufsfachschule Agrarwirtschaft (Vollzeitform) absolviert werden. Die Berufsfachschule Agrarwirtschaft umfasst die Berufe Landwirt, Tierwirt, Pferdewirt und Fischwirt und schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Die Ausbildungsinhalte entsprechen denen der Dualen Grundstufe, so dass ein Übergang nach erfolgreich besuchter Berufsfachschule in das zweite Ausbildungsjahr (Fachstufe I) erfolgen kann. Der Unterricht in der Berufsfachschule gliedert sich in zwei Theorietage (Di+Do), einem Praxistag in der Berufsschule (Mo) und zwei Praxistagen in einem realen landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb (Mi+Fr). Der Kontakt zu diesem landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb wird in Zusammenarbeit mit der Berufsschule hergestellt.

Im 2. und 3. Ausbildungsjahr werden die fachlichen Kompetenzen ergänzt und vertieft. Der Auszubildende besucht an einem Wochentag die Berufsschule.
 
Eingangsvoraussetzungen:
In die Berufsfachschule Agrarwirtschaft können alle Schüler aufgenommen werden, die wenigstens einen Hauptschulabschluss haben. Ebenso werden alle Auszubildenden aufgenommen, die einen von der Landwirtschaftskammer anerkannten Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb abgeschlossen haben.

Ausbildungsinhalte:
Die Ausbildung erfolgt nach dem dualen Prinzip in Schule und Betrieb und darüber hinaus noch in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In Wochenlehrgängen werden die praktischen Grundlagen der Schweinhaltung (in Wehnen), Geflügelhaltung (in Ruthe) und Rinderhaltung (in Echem) gelehrt. Zusätzlich findet in jedem Ausbildungsjahr ein fachpraktischer Lehrgang für Landtechnik bei der Deula in Nienburg statt.
 
In der Berufsschule wird Unterricht in den allgemein bildenden Fächern Deutsch, Englisch und Politik in allen drei Ausbildungsjahren erteilt. Der fachtheoretische Unterricht findet in Lernfeldern statt. In der Berufsfachschule bzw. Dualen Grundstufe werden fachtheoretische Grundlagen in Wirtschaftslehre, Biologie der Pflanzen und Biologie der Tiere gelehrt. In den beiden folgenden Ausbildungsjahren werden die Lernfelder „Führen eines Betriebes“, „Erzeugen und vermarkten von Pflanzen und pflanzlichen Produkten“ sowie „Erzeugen und Vermarkten von Tieren und tierischen Produkten“ unterrichtet.
 
Über alle drei Ausbildungsjahre verteilt werden Wettbewerbe und fachpraktische Übungen und Exkursionen angeboten:
·      Tierbeurteilungswettbewerb
·      Melkwettbewerb
·      Leistungspflügen
·      Vortragswettbewerb
·      Berufswettbewerb
·      Fachpraktische Übungen Pflanzenschutz
·      Fachpraktische Übungen Pflanzenbau
·      Fachpraktische Übungen Tierproduktion
·      Fachexkursion zur Messe „Euro Tier“
·      Fachexkursion zur Messe „Agri Technika“
 
Abschlüsse:
In der Berufsschule wird der Berufsschulabschluss erreicht, wenn die Leistungen in allen Fächern mit mindestens „ausreichend“ bewertet werden. Nicht ausreichende Leistungen können gegebenenfalls ausgeglichen werden. Auszubildende, die den Berufsschulabschluss erhalten und auch die Lehrabschlussprüfung bestehen erhalten den Sekundarabschluss I.
 
Den erweiterten Sekundarabschluss I erhalten Auszubildende, die den Berufsschulabschluss mit der Gesamtnote 3,0 bestehen und in den Fächern Deutsch / Kommunikation und Englisch / Kommunikation auch jeweils mindestens die Note 3 erreichen und die Lehrabschlussprüfung bestehen.    
 
Weiterführende Bildungsgänge:
Landwirte mit erfolgreichem Berufsschulabschluss und erfolgreicher Abschlussprüfung im Beruf Landwirt haben die Berechtigung die Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft (EFA) – Schwerpunkt Landwirtschaft zu besuchen.
 
Prüfungen:
Nach Abschluss der 3 Ausbildungsjahre gibt es keine schulischen Abschlussprüfungen. Die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt erfolgt durch die Landwirtschaftskammer. Sie besteht aus schriftlichen Klausuren in den Fächern: Pflanzenproduktion, Tierproduktion sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und praktischen Prüfungen in den Fächern Pflanzenproduktion und Tierproduktion. Die Prüfungen werden an insgesamt 3 Tagen absolviert: Ein Tag für die Klausuren und jeweils ein Tag für die Praktischen Prüfungen in Pflanzen- und Tierproduktion.

Berufsschulunterricht wird für Auszubildende der Landwirtschaft in folgenden Lernfeldern erteilt:

Berufsfachschule
bzw.
Duale Grundstufe
Berufsübergreifender Lernbereich:
Deutsch, Englisch, Politik
Berufsbezogener Lernbereich:
Wirtschaftslehre
Biologie der Pflanzen
Biologie der Tiere
Fachstufe I + II
Berufsübergreifender Lernbereich:
Deutsch, Englisch, Politik
Berufsbezogener Lernbereich:
Führen eines Betriebes
Erzeugen und Vermarkten von Pflanzen und pflanzlichen Produkten
Erzeugen und Vermarkten von Tieren und tierischen Produkten


Fachpraktische Wochenlehrgänge für Auszubildende der Landwirtschaft:

 

Berufsfachschule
bzw.
Duale Grundstufe
 
„Schlepperpflege“
      DEULA Nienburg                 
 
Fachstufe I
 
„Der Schlepper und sein Gerät“
      DEULA Nienburg                 
 
„Grundlehrgang Schweinehaltung“
      Ausbildungszentrum Wehnen                
 
Fachstufe II
 
„Landmaschinenpflege“
      DEULA Nienburg                  
 
„Grundlehrgang Rinderhaltung“
      Ausbildungszentrum Echem                 
 

Ansprechpartner:
Henning Bentz (StD)
Tel.: 04261-983 3604  bzw. Schulbüro 04261-983 3636
e-mail: Henning.Bentz(at)lk-row.de