bbs-row@lk-row.de
+49 (0)4261-983-3636

Maurer(in)

Maurer(in)

Beschreibung des Berufes

Im Team vom Bau nimmt der Maurer eine Schlüsselstellung ein. Das Errichten von Bauwerken und Bauwerksteilen ist die wichtigste Aufgabe des Maurers. Er baut Wände aus künstlichen und natürlichen Steinen, aus Beton und Stahlbeton, aus Platten der verschiedenen Baustoffe oder großen Wandelementen. Auch die Herstellung von Fußböden, Stützen, Unterzügen und Decken sowie Innen- und Außenputzarbeiten gehören zu seinem Aufgabengebiet.
Das Berufsbild des Maurers hat sich mit der Weiterentwicklung der Bautechnik und durch neue Baustoffe verändert. Heute wird die Arbeit auf modernen Baustellen durch vorgefertigte Bauteile und Maschinen erleichtert.
Das Arbeitsgebiet des Maurers ist äußerst vielseitig. Es reicht von der Betonierung der Kellerfundamente bis zur Ausführung von Putzarbeiten. Dazu muss der Maurer eine Vielzahl von Arbeitstechniken beherrschen und über umfangreiche Material- und Baustoffkenntnisse verfügen. Er muss Bescheid wissen über Eigenschaften und Verarbeitung natürlicher und künstlicher Steine wie Ziegel, Kalksandsteine, Bimssteine, Betonwerksteine und Bauplatten. Zudem muss er sich mit der Herstellung und Verarbeitung von Kalk-, Gips- und Kunststoffmörtel auskennen.

Tätigkeiten

Durch die Vielzahl unterschiedlicher Arbeiten kommt der Maurer mit verschiedenen Berufszweigen in Berührung. Aus dem Arbeitsalltag ergibt sich ein häufiger Wechsel des Arbeitsortes und der Tätigkeiten. Das bringt ständig neue, interessante Kontakte mit anderen Menschen und Anregungen in neuer Umgebung. Gearbeitet wird in der Regel im Team.

Ausbildungsdauer

Die 3-jährige Ausbildung zum Maurer ist zweigeteilt. Im ersten Jahr findet die Ausbildung in der Berufsfachschule Bautechnik statt (Bitte dem Link folgen).Hier werden Theorie und Praxis gemeinsam in der Schule vermittelt
Nach bestandener Abschlussprüfung der Berufsfachschule Bautechnik folgen zwei Jahre Ausbildung im Dualen System. Die praktische Unterweisung geschieht im Ausbildungsbetrieb, der theoretische Teil wieder in der Berufsschule. Zusätzlich finden in jedem Lehrjahr überbetriebliche Lehrgänge der Handwerkskammer statt, bei denen besondere Techniken und Arbeitsverfahren vermittelt werden. Vom Betrieb wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die im Vergleich mit anderen Berufen sehr hoch ist.

Eingangsvoraussetzungen

Welche Voraussetzungen sollte ein Auszubildender mitbringen?
Der zukünftige Maurer muss die Hauptschule (und die Berufsfachschule Bautechnik) abgeschlossen haben, gesund und handwerklich geschickt sein. Eine schnelle Auffassungsgabe, technisches Verständnis sowie gute Leistungen im Rechnen und in der Raumlehre sind weitere Anforderungen für den Beruf des Maurers.

Lerninhalte

1. Ausbildungsjahr
(Grundstufe, wird absolviert in der Berufsfachschule Bautechnik)
Lernfeld 1: Einrichten einer Baustelle
Lernfeld 2: Erschließen und Gründen eines Bauwerks
Lernfeld 3: Mauern eines einschaligen Baukörpers
Lernfeld 4: Herstellen eines Stahlbetonbauteiles
Lernfeld 5: Herstellen einer Holzkonstruktion
Lernfeld 6: Beschichten und Bekleiden eines Bauteils

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1)
Lernfeld 7: Mauern einer einschaligen Wand
Lernfeld 8: Mauern einer zweischaligen Wand
Lernfeld 9: Herstellen einer Massivdecke
Lernfeld 10: Putzen einer Wand
Lernfeld 11: Herstellen einer Wand in Trockenbauweise
Lernfeld 12: Herstellen von Estrich

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 2)
Lernfeld 13: Herstellen einer geraden Treppe
Lernfeld 14: Überdecken einer Öffnung mit einem Bogen
Lernfeld 15: Herstellen einer Natursteinmauer
Lernfeld 16: Mauern besonderer Bauteile
Lernfeld 17: Instandsetzen und sanieren eines Bauteils

Prüfungen

Abschluss

Zusätzliche Abschlüsse

Weiterführende Bildungsgänge

Nach abgeschlossener Meisterausbildung oder durch erfolgreichen Besuch der Fachoberschule Technik kann man auch einen fachbezogenen Studiengang an einer niedersächsischen Fachhochschule belegen und Diplomingenieur werden.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Maurer haben nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eine Vielzahl von Aufstiegsmöglichkeiten: Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier, Meister – so lauten die möglichen Stufen auf dem Weg nach oben. Als Polier ist er zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Bauleitung und Betriebsführung für den richtigen Einsatz der Arbeitskräfte und die sachgerechte Ausführung auf der Baustelle verantwortlich.
Als Meister stehen ihm Positionen wie Abteilungsleiter, Betriebsleiter oder Geschäftsführer offen. Aber der berufliche Aufstieg kann noch weiter nach oben führen: z.B. zum Bauleiter oder Diplomingenieur. Durch einen Abschluss der Technikerschule ist der Aufstieg zum Bautechniker möglich. Auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und einen eigenen Betrieb zu führen, steht ihm offen.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich darüber hinaus als technischer Betriebsleiter in einem Maurerbetrieb, Fachberater in Industrie und Handel, Ausbildungsleiter oder Lehrgangsleiter in der Berufsorganisation. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zur Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks.
Hierbei gilt der Grundsatz: Je umfassender und gründlicher die Aus- und Weiterbildung ist, desto größer sind die Chancen im Beruf ein Auskommen und Zufriedenheit zu finden.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb.

Ansprechpartner in den BBS

Norbert Kaufmann (StD, Abteilungsleiter)
Tel.: 04261 98336-03
E-Mail: norbert.kaufmann(at)lk-row.de