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Tiergestützte Pädagogik

Tiergestützte Pädagogik

Optionale Lernangebote der Fachschule für Sozialpädagogik…Was macht ihr da eigentlich so? Ein Einblick in das OL Tiergestützte Pädagogik…

Während des ersten Halbjahres wählen die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik jahrgangsübergreifend eines von vier Optionalen Lernangeboten aus. Erstmalig gibt es nun in diesem Jahr das OL Tiergestützte Pädagogik. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei die pädagogische Beziehungsgestaltung unter Einbezug des Tieres. Die Besonderheit des Tierkontakts findet in sozialen, pädagogischen und therapeutischen Arbeitsfeldern immer breitere Zustimmung und ist innerhalb des letzten Jahrzehnts wahrlich expandiert. Mittlerweile besteht innerhalb der Fachwelt kein Zweifel an der positiven, fördernden und auch heilsamen Wirkung des Tieres auf den Menschen. Dies gilt im Besonderen für Menschen mit Störungen und Beeinträchtigungen.Im Mittelpunkt steht bei den Tiergestützten Aktivitäten das Tier als Medium zur Anbahnung von Beziehungen und/oder zur Erzielung positiver Effekte innerhalb pädagogischer und therapeutischer Settings. Die positive Wirkung des Tieres auf den Menschen ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. Schon in der Antike wurde z.B. durch Hippokrates und Xenophon die heilsame Wirkung des Pferdes auf die seelische, geistige und körperliche Gesundheit des Menschen erkannt und hoch gepriesen.Neben den positiven Eigenschaften des Tieres, welche Mark Twain bereits treffend folgendermaßen formulierte: „Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht“, ermöglicht der pädagogische Umgang mit Tieren Erlebnisse und ist eine naturnahe und kostbare Beschäftigungsalternative.Im Rahmen des Optionalen Lernangebots stehen daher neben theoretischen Inhalten, Praxiserkundungen zu tiergestützt arbeitenden Einrichtungen und „Selbstversuche“ auf dem Programm. Zusammen mit Experten aus der Praxis gilt es die Wirkungsweise des Tieres auf den Menschen selbst zu erspüren und mögliche Ideen/Übungen zur Gestaltung von pädagogischen Settings auszuprobieren.Zusammen geplant und getan… Innerhalb der letzten Monate waren wir daher viel unterwegs. Neben einem Besuch der Kinder- und Jungendfarm in Bremen, Pferde-Selbstversuchen in Verden und Ahlerstedt, einer Praxiserkundung zum Kinder- und Jugendheim Füllenhof in Soltau besuchten wir auch die Heilpädagogin Gisela Schmeelk-Voß in Rotenburg.Trotz heiter bis wolkigem Novemberwetter lernten wir ihr Konzept des Heilpädagogischen Begleitens mit dem Pferd kennen und durften dies natürlich auch ausprobieren. Denn, so Gisela Schmeelk-Voß: „die Begegnung mit dem Pferd ist auch immer eine Begegnung mit sich selbst. Selbst wenn ein Kind das Pferd, auf dem es sitzt, nicht selbst anfasst, so bleibt ihm doch die ganzkörperliche Erfahrung von Wärme, Rhythmus, Getragen- und Bewegt-Sein.“

Unser Fazit

So kann Unterricht auch aussehen. Neben den kognitiven Herausforderungen haben wir im Sinne Pestalozzis „Kopf, Herz, Hand“ in den Lernprozess miteinbezogen und das Prinzip des doppelten Theorie-Praxis-Bezuges nicht außer Acht gelassen.

„Wer immer in den Sattel steigt, der wird erzogen – zum Leben und zum Menschen“ (Clemens Laar)