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Deutsch

Das Schuljahr beginnt – und eine gängige Frage in der ersten Deutschstunde lautet:
„Wofür müssen wir eigentlich im Deutschunterricht sitzen? Lesen und Schreiben können wir doch alle schon!“
Wir Lehrer könnten es uns einfach machen – und uns auf die Rahmenrichtlinien für das Fach Deutsch berufen. Diese sagen:
„Das Fach Deutsch/Kommunikation ist ein eigenständiges Fach. – Es hat die Aufgabe, Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium des Denkens und Handelns begreiflich zu machen.“
Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium  (2008): Rahmenrichtlinien für das Unterrichtsfach Deutsch/Kommunikation in der Berufsschule und in den Berufsfachschulen.
 

Was inhaltlich auf Sie/dich zukommt:

Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik

Literarische Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik)

Im Deutschunterricht wirst du lernen, dass sich die Literatur in die Gattungsbegriffe Epik, Lyrik und Dramatik einteilen lässt. Mithilfe dieser literarischen Gattungenwird der Versuch unternommen, literarische Texte in eine Ordnung zu bringen und sie aufgrund ihrer Gemeinsamkeiten und Besonderheiten zusammenzufassen und voneinander zu unterscheiden – was nicht immer klar gelingt. Diese Einteilung nahm schon Goethe vor, der davon ausging, dass alle drei Formen eine bestimmte Stimmung oder Haltung des Menschen abbildeten:

„Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen können zusammen oder abgesondert wirken.“ (entnommen aus: Goethe, West-östlicher Diwan)

Epik

Die Epik gibt Begebenheiten der äußeren (Beschreibungen, Feststellungen etc.) und der inneren (Gedanken, Gefühle etc.) Welt vom Standpunkt eines Erzählers wieder. Epische Texte haben folglich immer einen Erzähler, der das Geschehen erzählt. Dieser lässt sich meist sehr einfach erkennen (siehe: auktorialer, personaler, neutraler Erzähler).

Unterrichtlich setzen sich alle Teilzeit- und Vollzeitschulformen mit dieser Gattung auseinander. Neben Kleinstformen – wie z.B. Kurzgeschichten, Fabeln und Märchen – werden auch Großformen – wie z.B. Romane – gelesen, insbesondere in der Fachoberschule und dem beruflichen Gymnasium.

Lyrik

Der Begriff Lyrik stammt vom griechischen „Lyra“ = Leier. Ursprünglich waren damit Gesänge gemeint, die zur Leier gesungen wurden. Allgemein fällt unter Lyrik als literarische Gattung alles, was grundsätzlich in Form der rhythmischen gebundenen Rede, also Versform, vorkommt. Das bedeutet, dass sich unter diesen Gattungsbegriff alle Formen des Gedichtes fassen lassen, wie beispielsweise die Ode, die Ballade oder auch das Elfchen aber auch Liedtexte sind dieser Gattung zuzuordnen.

Da diese literarische Gattung nur sehr wenige Merkmale hat, die in jeder Unterart auftauchen und immerzu verändert oder erweitert werden kann, gilt die Lyrik als wandlungsreichste Form der drei Gattungen der Literatur. Sie ist vor allem im beruflichen Gymnasium Unterrichtsgegenstand. Häufig werden an dieser Gattung die deutschen Literaturepochen thematisiert.

Dramatik

Das Drama kennen wir aus dem Theater und es heißt übersetzt „Handlung“. Folglich meint diese literarische Gattung alles, was für die Bühne gedacht und geschrieben wurde. Demnach fallen alle Bühnenstücke in diesen Bereich. Namentlich sind das die Oper, Theaterstücke und hierbei die Untergattungen Tragödien und natürlich Komödien.

Unterrichtlich setzen sich alle Teilzeit- und Vollzeitschulformen mit dieser Gattung auseinander, jedoch mit unterschiedlicher Tiefe. Wenn möglich werden gelesene Stücke zudem visuell (Film oder Theater) betrachtet, verglichen und in ihrer Umsetzung bewertet.

Quellen:
Niedersächsisches Kultusministerium (2008): Rahmenrichtlinien für das Unterrichtsfach Deutsch/Kommunikation in der Berufsschule und in den Berufsfachschulen.

Geldschläger, Jonas (o.J.): literarische Gattungen. URL: wortwuchs.net/literarische-gattungen/ [Stand: 07.02.2016].

Fischer, Christian (2009): Texte, Gattungen, Textsorten und ihre Verwendung in Lesebüchern. URL: geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7732/pdf/FischerChristian_2010_01_11.pdf [Stand: 08.02.2016].

Kommunikation

Alle Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen setzen sich in der Regel mit dem Themenfeld Kommunikation auseinander. Dies hilft ihnen, ihre alltägliche – berufliche wie private – mündliche wie schriftsprachliche Kommunikation zu verbessern.

Thematisiert werden in diesem Zusammenhang neben den Kommunikationstheorien (z. B. das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun) u. a. auch die Relevanz der Stimme und der Atmung sowie das Zusammenspiel von Mimik, Blick, Gestik und Körperhaltung. Unterrichtlicher Inhalt können darüber hinaus auch Strategien zur Konfliktbewältigung, Bewerbungstrainings, Leitfäden zum Kundengespräch oder Telefonieren und das korrekte verfassen von Protokollen und Briefen sein.

Pragmatische Texte

Mit dem Begriff „Pragmatische Texte“ werden Sachtexte bezeichnet, deren Absicht es in der Regel ist, Fakten zu liefern und – z.B. in der Zeitung oder anderen Medien – über Dinge zu informieren. Hierzu zählen u.a.:

– die Nachricht
– der Kommentar
– die Glosse
– die Reportage
– das Interview
– die Rezension/Kritik

Insbesondere im Zeitalter der virtuellen Vernetzung der Welt ist eine Auseinandersetzung mit pragmatischen Texten relevant, da jeder von uns tagtäglich mit diesen in Kontakt kommt. Daher wird dieses Themenfeld in allen Teilzeit- und Vollzeitschulformen unterrichtlich behandelt. Ziel ist dabei die argumentative Auseinandersetzung mit dem literarischen Text und den in ihm enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen. Neben den im Unterricht erworbenen Kenntnissen spielen hier insbesondere die eigenen Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepte eine wichtige Rolle. Erlernt wird in diesem Zusammenhang auch, wie überzeugende Argumente aufgebaut werden.

In der Fachoberschule und dem beruflichen Gymnasium wird als Produkt ein Text verfasst, der neben den Befunden der Analyse und Interpretation des Ausgangstextes im Rahmen der Aufgabenstellung auch eine Argumentation beinhaltet.

Quelle: Geldschlager, Jonas(o J.): literarische Gattungen. http://wortwuchs.net/literarische-gattungen/