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Abi Jahrgang 2022

Ein großer Tag für einen sehr speziellen Abiturjahrgang

Kürzlich konnten an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg 82 Abiturient*innen der Beruflichen Gymnasien verabschiedet werden, und zwar endlich wieder im alten Rahmen. In einem Blick zurück hob die Schulleiterin Frau Niebuhr die Besonderheit dieses Abiturjahrgangs hervor: eingeschult im Sommer 2019, gerade bekannt geworden mit den Mitschüler*innen und soeben erst eingestimmt auf gymnasiale Arbeitsweisen und die Erwartungen der Lehrkräfte – und dann? Ja, dann kam Corona! Aber: unter den dann folgenden Bedingungen die Qualifikationsphase zu durchlaufen und das Abitur abzulegen, darauf dürften alle stolz sein. Das mache diesen Jahrgang „very special“. Mit dem Abitur in der Tasche stünden den Absolvent*innen jetzt alle Türen offen, aber nichts, was jetzt begonnen werde, sei „in Stein gemeißelt“, so Frau Niebuhr. Sich ausprobieren, die Welt entdecken, den Horizont erweitern und einfach ein wenig wild und verrückt sein, bevor 50 Jahre Arbeit anstünden, das dürfe und müsse auch sein. Damit hatte Frau Niebuhr sozusagen ein Leitmotiv gesetzt, das sich durch die Veranstaltung zog.

Auch der stellvertretende Landrat Herr Gajdzik, der sich nach eigenem Bekunden ganz früh von Bremervörde nach Rotenburg auf den Weg gemacht hatte, verwies darauf, dass Wandel das Kennzeichen unserer Zeit sei und dass es noch „viele Drehpunkte“ im Leben der nunmehr ehemaligen Schülerinnen und Schüler geben werde.

Die Rede im Namen der Lehrkräfte hielt Alexander Schmidt. In Entertainer-Manier gab er Tipps fürs Leben, mal ernst, mal witzig, bezog das gesamte Publikum ein und sorgte für manchen Lacher. Die wichtigste Aufgabe, die er den Absolvent*innen mitgab: „Gehen Sie hier raus und verändern Sie die Welt! Geben Sie der Welt das, was Sie haben!“

Mit ebenfalls viel Witz, aber auch einer Portion Ernst verabschiedeten sich die Schüler*innen von ihrer Schule. „Wir sind der Corona-Jahrgang, uns kann nichts aufhalten“, so Jan Lyczkowski. Dabei sei durchaus eine Menge „Schweiß und Tränen“ geflossen, wie Baris Ercan zu berichten wusste. Und Katy Spiekermann verwies auf die Wichtigkeit von Hausmeister und Kioskpersonal in schwierigen Zeiten: die „halten die Bude am Laufen“. Malin Kirchhof und Pavel Schittek griffen das Motto, das Frau Niebuhr in die Welt gesetzt hatte, wieder auf: „Ihr habt alle Zeit der Welt. Lasst euch nicht unter Druck setzen!“ Zum Abschluss verwiesen sie darauf, dass sie nicht allein diese Schule verlassen würden, sondern auch einige Pensionäre mitnähmen.

Und was immer wieder schön ist an den Abiverabschiedungen an den BBS – der Abteilungsleiter Thomas Angelkort führt in gewohnt lässiger und lustiger Art durch das Programm und sorgt somit schon für eine angenehme Grundstimmung.

Das Wichtigste der Feier kam natürlich zum Schluss: die Ausgabe der Zeugnisse und die Ehrung der Jahrgangsbesten. Mit einem unglaublichen Ergebnis von 5 x 15 Punkten in den Abiturprüfungen und einem Schnitt von 1,0 wurde Lina Christine Ahrens geehrt. Der Absolventin des Beruflichen Gymnasiums Sozialpädagogik folgen weitere neun Abiturient*innen mit einem Einser-Schnitt: Jannik Delventhal (Wirtschaft): 1,3; Livia Günter (Ökotrophologie): 1,4; Vivien-Michelle Langer (Gesundheit und Pflege): 1,5; Katy Spiekermann (Sozialpädagogik): 1,7; Jan Lyczkowski (Wirtschaft international): 1,7; Jette Lüdemann (Sozialpädagogik): 1,7; Stefanie Kröger (Ökotrophologie): 1,8; Hannah Groth (Wirtschaft international): 1,9 und Joshua Schlesiger (Informationstechnik): 1, 9.

Zum Abschluss überreichten Frau Niebuhr und die jeweiligen Tutor*innen Frau Bracker, Herr Elberfeld, Frau Gähr, Herr Münch, Frau Lotzkat, Frau Wehling und Herr Wiemann schließlich die Abiturzeugnisse. Dabei stellte Herr Angelkort die Berufswünsche aller Absolvent*innen vor, was schon eine schöne und wertschätzende Tradition bei den Abschlussfeiern der Beruflichen Gymnasien geworden ist.

Für das leibliche Wohl sorgten in diesem Jahr Frau Assmann und Frau Steindorff mit ihren Schüler*innen aus der Hauswirtschaft und dem Biologiekurs des 12. Jahrganges.

(Bericht: Marika Kosanke-Krampitz; Fotos: Malte Wilkens)