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Fit machen für das 21. Jahrhundert: COOL meets SOL

An dieser Stelle ein Bericht unserer Kollegen der KLA aus Bremerhaven:

Am 30. April 2019 besuchten „coole“ Gäste von der BBS Rotenburg (Wümme) die SOL-Lernlandschaft der KLA. Hier ein kurzer Bericht …

Die Arbeitswelt wird – nicht zuletzt durch die Digitalisierung – immer schnelllebiger und globalisierter. Und immer mehr Unternehmen erkennen, dass die klassische Arbeitsweise nicht mehr funktioniert. Unter dem Schlagwort „Agilität“ werden daher etablierte Arbeitsweisen hinterfragt und auf innovative Weise neu gedacht, z. B. im Umgang mit Hierarchien, Entscheidungen und Verantwortung (vgl. z. B. Harvard Business Manager 1/2019).

Auf diesen Megatrend müssen auch die Berufsschulen reagieren, um junge Menschen schon heute mit den Fähigkeiten für die Arbeitswelt von morgen auszustatten. An den Kaufmännischen Lehranstalten geschieht dies in besonderer Weise durch das Konzept des „Selbstorganisierten Lernens“ – kurz SOL. Aber auch andere Berufsbildende Schulen arbeiten intensiv daran, ihre Absolventen für die Zukunft fit zu machen.

So hat beispielweise die BBS Rotenburg (Wümme) als einzige zertifizierte deutsche Schule in verschiedenen Bildungsgängen das – aus Österreich stammende – Konzept des „Cooperativen offenen Lernens (COOL)“ https://www.bbs-row.de/bildungsangebote/zusatzangebote/cool/ etabliert.

Am 30. April 2019 durften wir die engagierten Kolleginnen Meike Hülsemann und Karina Rotscheidt mit ihrer Einzelhandelsklasse in unserer Lernlandschaft https://www.kla-bremerhaven.de/kla-innovativ/neuewege/allgemeine-informationen/ als Gäste begrüßen. Zum COOL-Konzept gehört nämlich ausdrücklich der Austausch mit anderen innovativen Schulen und das Kennenlernen anderer offener Unterrichtskonzepte, um so Synergieeffekte herzustellen. Ein guter Ansatz!

Unsere Lehrkraft Sven Heidemeyer führte die Gäste durch die Lernlandschaft und gab einen kurzen Überblick über das Konzept SOL und dessen Zusammenhang mit einer Raum- und Zeitgestaltung, die auf feste Klassenräume, geschlossene Türen und Lernen im 90-Minuten-Takt verzichtet.

Dabei bestätigte sich, dass SOL und COOL viele strukturelle Ähnlichkeiten haben und oft zu denselben positiven Effekten führen – aber auch mit bestimmten Herausforderungen umgehen müssen, die offene Unterrichtskonzepte im Gegensatz zu eng geführten instruktionalen Lernsettings mit sich bringen. Wieder einmal zeigte sich: Es gibt keinen allein selig machenden Ansatz für Unterrichtsgestaltung.

Nach der Einführung mischten sich die Gäste unter die Schüler der Klasse E 18/2 von Johanna Pye und Sven Heidemeyer und arbeiteten gemeinsam daran, eine ökologisch orientierte Ladengestaltung zu konzeptionieren.

Die Stimmung war gut und so wurde schnell beschlossen, bald einen Gegenbesuch in Rotenburg (Wümme) durchzuführen, um dort zu COOL-Konzept praktisch zu erleben.

Wir freuen uns darauf!