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Gemeinsam gegen Rassismus

Bereits zum 9. Mal gestaltete unsere Schülervertretung zusammen mit ihren Beratungslehrkräften Sylvia Schröder und Matthias Wiemann den Tag der Courage, mittlerweile schon mit Aktionen über die ganze Woche. In vielfältiger Art konnten sich unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Woche zum Thema Rassismus  informieren und engagieren.

In einer beeindruckenden Gemeinschaftsaktion zeigte ein großer Teil unserer Schulgemeinschaft Rassismus die Rote Karte und setzte somit ein klares Statement gegen Fremdenhass.

Workshop: Flucht und Migration

Benedikt und Peer, zwei Studierende aus Bremen, waren im Auftrag von UNICEF zu Gast in den BBS Rotenburg. Sie begleiteten die Schülerinnen und Schüler durch einen Workshop, in dem sie mehr über Fluchtursachen, den Status als Geflüchteter und die jährliche Anzahl dieser in Deutschland erfuhren. Die Schülerinnen und Schüler bekamen zudem einen Einblick darüber, wie es dazu kommt, dass so viele Kinder ohne Begleitung flüchten und welche gesonderten Regelungen es für sie gibt. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, in der die Lerngruppe sich in verschiedenen Rollen mit der Entscheidung der Essener Tafel im Jahr 2018 auseinandersetzten, einen Aufnahmestopp für Ausländer zu verhängen. Ihnen wurde klar, dass es Argumente für alle Seiten gibt und es eine einfache Lösung, die alle zufriedenstellt, bei Problemen wie diesem leider nicht geben wird.

Besuch der Cohn Scheune

In dieser Woche hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Jüdischen Museums in der Cohn-Scheune wieder jede Menge zu tun. In der „Woche der Courage“ nutzten  zahlreiche Schulklassen das Angebot einer Führung durch die Räume des Jüdischen Museums in Rotenburg, so z.B. auch die Klassen BGW 1 A, BGM1  und ein Religionskurs des Beruflichen Gymnasiums.

Filmprojekt: „Die Arier“

Mo Asumang war bei uns und stellte ihr Filmprojekt „Die Arier“ vor. Nach eigenen Anfeindungen begibt sie sich in ihrem Dokumentarfilm auf Spurensuche für den vorhandenen Rassismus sowohl bei uns in Deutschland auf Nazidemos als auch in den Vereinigten Staaten im Gespräch mit z.B. Mitgliedern des Ku Klux Klans . Die anschließende Diskussion mit der Autorin und Regisseurin war geprägt von höchstem Respekt für ihre Arbeit.

Hier findet ihr einen detaillierten Artikel zu dieser Veranstaltung:

Workshop: Planspiel „Zusammen“

Im Rahmen eines Planspiels wurde Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, die Realität spielerisch zu erleben. Diese Chance bot sich den Klassen BGG1 und FOT1 im Zuge des Tages der Courage. Sie erschufen in Kleingruppen ihren eigenen Avatar und durchlebten, dem Thema des Planspiels „Flucht und Migration“ entsprechend, einen aufgrund von Bedrohung stattfindenden oder freiwillig erfolgenden Lebensraumwechsel über Landesgrenzen hinweg. Zum Ende erfolgte in einer Gesprächsrunde ein Austausch über Gründe und Motive, seine Heimat zu verlassen.

Workshop: Radikal

Die Klasse BHBHB begrüßte die Polizeibeamten zu einem Gespräch über Radikalisierung. Zuerst stellten die Polizeibeamten ihren Einsatzbereich vor. Danach lernten die Schüler verschiedene Stadien einer Radikalisierung eines gleichaltrigen Schülers anhand eines Kurzfilmes kennen. Die Zufälligkeit, in welcher Richtung der Schüler sich radikalisierte, machte viele betroffen, was im darauf folgenden Gespräch erörtert wurde. Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung durch die Sensibilisierung über das veränderte Aussehen der Rechtsextremisten in den letzten zwanzig Jahren, das Kennenlernen ihrer bevorzugten Symbole sowie deren Musik, die in der Öffentlichkeit gezeigt, teilweise strafrechtlich verfolgt werden. Der Besuch regte zum Nachdenken an und dafür möchten wir uns bedanken.

Hillmann, Münch, Keunecke, Kosanke-Krampitz, Voß