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„Heute ist Freitag, friday for future”

Unter dieses Motto stellte der Schulleiter der BBS Rotenburg die Entlassungsfeier für die Abiturientinnen und Abiturienten der Beruflichen Gymnasien, die am Freitag in der vollbesetzten Aula stattfand.  Oberstudiendirektor Wolff Hertz-Kleptow hob dabei ausdrücklich das jugendliche Engagement zum Klimaschutz als „Wendepunkt in der demokratischen Entwicklung“ hervor. Er verknüpfte das mit einem Appell, sich grundsätzlich für das einzusetzen, was einem wichtig sei. Im Sinne des Schulprogramms verwies er dabei sowohl auf den europäischen Gedanken, der immerhin seit nunmehr über 70 Jahren einen Beitrag leiste zur europäischen Friedenssicherung, als auch auf das Bekenntnis der BBS zu einer „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. „Ich hoffe, dass Ihnen die Bereitschaft, sich für das wesentliche Etwas anzustrengen, Ihr Leben lang erhalten bleibt“, so Hertz-Kleptow in seinem Schlusswort an die Abiturientinnen und Abiturienten.

Als Moderator führte Studiendirektor Thomas Angelkort auf gewohnt launige Art durch das Programm. „Bummelig“ 2600 Schüler und Schülerinnen seien an den BBS, allein über 500 davon in den verschiedenen Sparten der Beruflichen Gymnasien. Allerdings sei die Vielfalt der Schwerpunkte bedroht, wenn in Rotenburg noch eine weitere Oberstufe dazukommen sollte. Zudem fand er deutliche Worte der Kritik an der öffentlichen Wahrnehmung der Beruflichen Gymnasien. Leider werde deren  Bedeutung immer noch verkannt. Auch Jahrzehnte nach Einführung dieser Schulform (früher Fachgymnasium) wüssten immer noch viele nicht, dass hier die Allgemeine Hochschulreife erworben wird und den Absolventen und Absolventinnen somit jegliche Form des Studiums offensteht.

Jedes dritte Abitur im Landkreis Rotenburg werde mittlerweile an den Beruflichen Gymnasien in Zeven, Bremervörde und Rotenburg abgelegt, wusste der Erste Kreisrat und Stellvertreter des Landrats Herr Lühring zu ergänzen. Auch er gab den frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten mit auf den Weg: „Werben Sie für diese Schulform!“

Statt einer Lehrerrede führte Studiendirektor Angelkort ein Interview mit den Tutorinnen und Tutoren durch, so dass diese sich teils mit launigen, teils mit nachdenklichen Worten von ihren Schützlingen verabschiedeten.

Die Vertreterinnen der Schülerschaft, Adriana De Peppe und Kathrin Stalldecker, hatten mit Hilfe ihrer ehemaligen Mitschülerin Dimitra Pilidou eine Dia- und Videoshow zusammengestellt, die unter dem Motto stand „Die große Reise zu sich selbst“ und Impressionen aus den vergangenen Jahren bereithielt. Die anschließende Abschlussrede gestaltete sich teilweise recht emotional und bedachte Lehrkräfte, Eltern, Schulleitung, Hausmeister und Mitschüler mit Dank und Anerkennung.

Für die  musikalische Untermalung der Feier wurde Katharina Schreiber aus dem 12. Jahrgang mit viel Applaus bedacht.

Schülerinnen und Schüler der Ökotrophologie aus den Jahrgängen 11 und 12 sorgten unter Leitung der Lehrkräfte Maren Steindorff und Almut Assmann für die Bewirtung.

Als Jahrgangsbeste wurden Enrica Novak (1,3), Lisa Böhling (1,4) und Imke Martens  (1,6) ausgezeichnet.

(Marika Kosanke-Krampitz)