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Informationen zum schrittweisen Schulstart

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
liebe Ausbilderinnen und Ausbilder,

ab 27. April 2020 wird der Schulbetrieb in Niedersachsen stufenweise wieder aufgenommen.

Mit den folgenden Informationen, die dem Leitfaden des Kultusministeriums vom 17.04.2020 entnommen sind, gebe ich Ihnen einen ersten Überblick über den Ablauf und wesentliche Grundsätze zur Durchführung.

Wiederaufnahme des Unterrichts

Eine differenzierte Übersicht, welche Klasse in welcher Kalenderwoche startet, ist ab dem 23.04.2020 auf der Homepage einsehbar.

„Alle Jahrgänge, die nicht in der Schule sind, werden von ihren Lehrkräften für das „Lernen zu Hause“ mit Lernplänen und Aufgaben versorgt.

Für die Organisation eines umschichtigen Unterrichts werden alle Klassen und Lerngruppen, die sich bereits wieder in der Schule befinden, in kleine Gruppen in unterschiedliche Räume aufgeteilt.“

Für die BBS Rotenburg gilt vorerst bis zum 11.05.2020 folgendes Modell:

[…]


Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern

 „Die Lehrkräfte vereinbaren mit ihren Schülerinnen und Schülern Informations-und Kommunikationswege. Sie stehen regelmäßig – mindestens einmal pro Woche – mit ihren Schülerinnen und Schülern in Kontakt und bieten zu verlässlichen Zeiten „Sprechstunden“ per Telefon, Chat oder Videokonferenz an. In Einzelfällen, z.B. bei Sprach- und Verständigungsproblemen oder technischen Schwierigkeiten, können auch Einzelberatungen in der Schule angeboten werden.“

[…]

Feedback und Leistungsbewertung

„Die Lehrkräfte geben ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig Rückmeldung nach folgenden Kriterien:

  • zeitnah, konkret und beschreibend
  • konstruktiv und wertschätzend, mit Blick auf Gelungenes und Verbesserungsvorschläge
  • reziprok, d.h. Schülerinnen und Schüler werden Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt, der Arbeitsbelastung und ihrer aktuellen Befindlichkeit ermöglicht.

Lern- und Leistungssituationen sind klar voneinander zu trennen. Es ist darauf zu achten, dass Schülerinnen und Schülern keine Nachteile auf Grund ihrer Lernbedingungen, familiären Hintergründe und häuslichen Situation entstehen. Auf Grund der Unterschiedlichkeit der Rahmenbedingungen beim „Lernen zu Hause“ werden in der Berufseinstiegsschule zu Hause erstellte Arbeiten nicht bewertet. Das beim häuslichen Lernen erworbene Wissen kann jedoch nach Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen durch kurze Tests, Lernzielkontrollen oder mündliche Abfragen überprüft werden.

Bei Wiederaufnahme des Unterrichts in der Schule gilt wie bisher, dass sich die Bewertung von Schülerleistungen in den Fächern, Lernfeldern, Modulen, Lerngebieten und Qualifizierungsbausteinen aus schriftlichen, mündlichen und weiteren Leistungen zusammensetzt, wobei auf weitere schriftliche Klassenarbeiten bis zum Ende des Schuljahres auf Grund der geringen Vorbereitungszeit verzichtet werden kann. Kurze Tests, mündliche Abfragen – auch per Videokonferenz – und ähnliche Formate können zur Überprüfung des Lernstandes genutzt werden.

In Bezug auf Notenermittlung, Versetzung, Ausgleichsmöglichkeiten und Übergangsregelungen sowie zu Prüfungen und zu den besonderen Bedingungen für Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums sind die jeweils gültigen und der Situation angepassten Erlasse zu beachten.“

[…]

 

Weitere Hinweise und Regelungen

Umgang mit Risikogruppen

„Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören, können auf eigenen Wunsch nach Vorlage eines ärztlichen Attestes im „Home Office“ verbleiben. Auch Schülerinnen und Schüler einer Risikogruppe sowie diejenigen, die mit Angehörigen von Risikogruppen in häuslicher Gemeinschaft leben, können ins „Home Office“ gehen.

Für die betroffenen Lehrkräfte gilt, dass sie von zu Hause aus nach Weisung durch die Schulleitung schulische Aufgaben übernehmen. Schülerinnen und Schüler, die im häuslichen Lernen verbleiben, werden von ihren Lehrkräften mit Unterrichtsmaterial, Aufgaben und Lernplänen versorgt.

Zu den Risikogruppen gehören gemäß Angaben des RKI Personen über 60 Jahre und/oder mit folgenden Vorerkrankungen:

  • Herzkreislauferkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen des Atemsystems, der Leber, der Niere
  • Krebserkrankungen
  • Erkrankungen, die mit einer Immunschwäche einhergehen

 

Hygiene- und Abstandsregeln

Der schuleigene Hygieneplan ist auf die aktuellen Erfordernisse hin weiterzuentwickeln und zu kommunizieren. Hierzu wird das Kultusministerium in Kürze einen Musterhygieneplan für die Herausforderungen der Coronakrise zur Verfügung stellen.

Das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln gemäß den Vorgaben durch das RKI ist mit allen Schülerinnen und Schülern altersangemessen zu thematisieren. Es ist davon auszugehen, dass die Erfahrungen der letzten Wochen hier für ein Vorwissen gesorgt haben. Vieles ist den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt und zu Hause eingeübt.

Der Schulträger sorgt für ausreichend Möglichkeiten zum Hände waschen, für Seife, Papierhandtücher und Handdesinfektionsmittel und verstärkt ggf. die Reinigung der Schule.

Um ein Gedränge in den Klassenräumen zu vermeiden und die Abstandsregeln besser einzuhalten zu können, sollten weitere „Lernräume“ von Schule genutzt werden. Kreative Lösungen, die z.B. Flure, Nebenräume, die Aula oder das Außengelände einbeziehen, sind hier ausdrücklich erwünscht!

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Unterrichtszeit wird nach derzeitigem Stand nicht für erforderlich erachtet, aber für den Zeitraum der Schülerbeförderung und für die Pausen empfohlen.

 

Sportunterricht

In allen Schulformen der berufsbildenden Schulen findet bis auf Weiteres kein regulärer Sportunterricht statt.

 

Kurse und Arbeitsgemeinschaften

Eine Mischung der Lerngruppen ist zu vermeiden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Klassenübergreifende Arbeitsgemeinschaften sowie Wahlpflichtkurse, optionale Lernangebote und die Kooperation und Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen und BBS im Rahmen der beruflichen Orientierung finden deshalb bis auf Weiteres nicht statt.

Das Kurssystem des Beruflichen Gymnasiums bleibt auf Grund der mit einer Änderung verbundenen formalen Schwierigkeiten unangetastet. Hier ist deshalb ganz besonders auf das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Die Reduzierung der Kursgröße um die Hälfte sowie das umschichtige Unterrichten dieser halben Gruppen gilt auch für das Berufliche Gymnasium.

 

Berufsschule

Sofern der Berufsschulunterricht in anderer Form (hier: ‚Lernen zu Hause‘ im Umfang von sechs Zeitstunden) stattfindet, sind die Auszubildenden gemäß §15 BBiG durch den Betrieb oder die Einrichtung dafür freizustellen.

 

Pausenzeiten

 Pausenzeiten sind umschichtig zu regeln oder räumlich getrennt abzuhalten. Auch in den Pausen darf kein Kontaktsport stattfinden.


Veranstaltungen und Schulfahrten

Auf Veranstaltungen, Schulfeste, Projektwochen, Tages- und Klassenfahrten ist bis zu den Sommerferien grundsätzlich zu verzichten.“

Um die Herausforderungen der nächsten Wochen zu meistern, bitte ich um Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Hertz-Kleptow

OStD