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Mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag:
Wissen wir eigentlich, was das konkret für uns heißt?

… mit dieser Frage beschäftigten sich vier Schülerinnen der 12. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft seit einigen Wochen.

Unter der Leitung von ihrem Klassenlehrer Herrn Malte Wilkens möchten sie ein Konzept für ein nachhaltiges Produkt entwerfen, welches zu einem umweltbewussten Lebensstil beitragen soll. Es ist daher von großer Bedeutung, dass alle für die Herstellung dieses Produktes benötigten Rohstoffe regional bezogen werden können und dass die Produktion im Landkreis Rotenburg/Wümme stattfinden kann.

Die Gruppe, bestehend aus Kira Behrens, Cheyenne Gaulke, Darina Nürge und Jessica Schmidt, hatte viele Produktideen. Immer wieder kamen jedoch Fragen auf, wie “Werden die Menschen ein solches Produkt wirklich kaufen?” oder “Ist die Gesellschaft bereit, das eigene Konsumverhalten zu verändern, um mehr Nachhaltigkeit zu erzielen?”.

Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, bereiteten die vier Schülerinnen ein Experiment vor, das auf der diesjährigen Ausbildungsmesse an der BBS Rotenburg durchgeführt werden sollte. – Gesagt. Getan.

Zwei der vier Schülerinnen vertraten die Projektgruppe an einem festen Stand, während die anderen beiden mit Plakaten und einem Bauchladen zu Fuß unterwegs waren und auf sich aufmerksam machten. Ohne jegliche Hintergrundinformationen über ihr Projekt zu geben, boten sie den Gästen und Ausstellern der Messe Gummibärchen an. Zur Auswahl standen dabei zwei Gläser. Eines der Gläser gefüllt mit losen Gummibärchen,
das andere mit extra verpackten. Sobald sich jemand bediente, wurden die Beobachtungen schriftlich festgehalten und die Person zu ihrem Handeln befragt, denn der vierköpfigen Gruppe war es wichtig zu erfahren, wie die Einzelnen ihr Handeln begründeten. Anschließend konfrontierten sie die Teilnehmer des Experiments mit der Frage, wie viel Verpackungsmüll ein einzelner im Landkreis Rotenburg wohl durchschnittlich im Jahr produziert. Die Antwort, die sie der Abfallbilanz des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz entnahmen, schockierte alle Teilnehmer.

“Die Zahlen sind erschreckend und leider den meisten gar nicht bewusst”, so Jessica Schmidt. “Damit haben wir einige zum Nachdenken angeregt und ich glaube, das ist ein guter Schritt”, ergänzt Darina Nürge. “Einer der Befragten blieb mir besonders im Gedächtnis”, sagt Cheyenne Gaulke “..zuerst hatte er nach einer Tüte verpackter Gummibärchen gegriffen. Als er von der Menge des Verpackungsmülls hörte, bereute er aber seine Entscheidung so sehr, dass er die Tüte zurücklegte und stattdessen nach losen Gummibärchen griff. Das ist die Reaktion, die wir uns für die Zukunft von vielen weiteren wünschen.”

Anschließend stellten die Schülerinnen den Teilnehmern ihre zwei finalen Produktideen vor und holten sich Meinungen dazu ein. Wichtig war ihnen dabei, zu erfahren, ob die Ideen Anklang finden und wie viel Geld den Kunden ein solches Produkt wert wäre, um schon bald in die Kalkulationsphase übergehen zu können.

Kira Behrens wertete schon am nächsten Tag alle Befragungsbögen aus und schließt “Wir konnten viele neue Erkenntnisse gewinnen, die uns sicherlich das weitere Vorgehen erleichtern und bestimmte Gesichtspunkte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten lassen.”

Wie genau das Endprodukt der Projektgruppe aussehen wird, erfahren wir dann im Mai, wenn die Produktvorstellung in Form einer ausgefeilten Präsentation erfolgt.

Bis dahin heißt es: Abwarten und den Tee aus einem recyclebaren Gefäß trinken!

(Kira Behrens, Cheyenne Gaulke, Darina Nürge und Jessica Schmidt)