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„Mister Europa“ Erwin Eggers verlässt die BBS Rotenburg. Aber „niemals geht man so ganz“ (Zitat Erwin Eggers).

Studiendirektor Erwin Eggers geht in den Ruhestand, aber vorher gab es noch eine eindrucksvolle Abschiedsfeier in der Aula der BBS. Am 31.01. war es so weit; Familie, Kollegium, europäische Freunde hatten sich versammelt. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Bluegrass-Band „Jawbone“ aus Hamburg. Diese fünf Herren, von denen einer der Schwiegersohn des Jubilars ist, hatten richtig gute Stimmung im Gepäck. Musik war überhaupt das Motto – auch die Europa-Hymne war natürlich zu hören und gab das zentrale Thema vor: Europa. Ausgehend von den 12 Sternen der Europa-Fahne ließen Schulleiter Wolff Hertz-Kleptow und seine Vertreterin Katharina Engelhardt den beruflichen Werdegang des Jubilars Revue passieren. Der Schulleiter verwies darauf, dass mit der „Ära Angrick“ der Grundstein für den europäischen Austausch gelegt wurde. Und Erwin Eggers war von Anfang an dabei. Mittlerweile gibt es 24 Standorte in Europa, zu denen die BBS Rotenburg Kontakte unterhalten. Als Beispiel für die vielfältige Kooperation wurde stellvertretend das Schneeschuhprojekt mit der Slowakei genannt: in Rotenburg konzipiert, in der Slowakei gemeinsam gebaut und vor Ort auch gemeinsam ausprobiert. Natürlich zierte auch der Prototyp dieser Schneeschuhe die mit allerlei Anschauungsmaterial aus dem Schulleben bestückte Aula.

Im Verlaufe der Feier  wurden weitere Aktivitäten des Jubilars gewürdigt. So bedankte sich der Geschäftsführer der Rotenburger Werke Thorsten Tillner für zehn Jahre „direkten Dialog“ und konstruktive Zusammenarbeit zwischen TOBBI und den Berufsbildenden Schulen Rotenburg.

Allerdings musste Erwin Eggers als (nun) ehemaliger Leiter der Bauabteilung auch in diesem Bereich noch einmal seinen Mann stehen; theoretische und praktische Tests – durchgeführt von den in zünftiger Kleidung erschienen Kollegen Ralf Wolf, Sven Warnken und Holger Köller – standen auf dem Programm. Dazu kam ein weiterer Test, bei dem Eggers seine Moped-Fahrkünste auf einer historischen Herkules-Maschine unter Beweis stellen musste, fachkundig unterstützt durch den Kursleiter der schuleigenen Mofa-Fahrschule Matthias Trunkhardt.

Und damit war auch schon das Motto für die Geschenke vorgegeben. Erwin Eggers kann sich über eine Norwegen- Tour mit einem gemieteten Motorrad freuen – genauer gesagt: mit der GS 1250.

Ja, und dann ist da natürlich noch die Leidenschaft für Werder Bremen! Als passionierter zwölfter Mann ist Erwin Eggers bei fast jedem Heimspiel dabei. Dank zahlreicher Geschenke ist er in Zukunft nun deutlich besser mit Fanartikeln ausgestattet.

Den schwungvollen Abschluss der Feier leitete der Europa-Kollege Harman Tietema aus den Niederlanden ein. „Knockin on a college door“ – dieses während einer Austauschreise entstandene Lied gab der Kollege zum Besten und bezog das gesamte Publikum mit ein. Zwischendurch plauderte er aus dem Nähkästchen so mancher Fahrt und kam zu dem Schluss: „Erwin verbindet Leute, und das auf sympathische Weise“.

Dass dem frischgebackenen Pensionär Eggers der Abschied nicht ganz leichtfiel, konnte man seiner Rede durchaus anmerken. Er bedankte sich bei der Schulleitung für den Gestaltungsspielraum, den er an der Schule gehabt habe, und bei seiner Frau und seinen Kindern. Seine Rede schloss er mit einem Hinweis auf diesen in jeder Hinsicht denkwürdigen Tag: Brexit, Transferschluss in der Bundesliga und seit 13:02 Uhr nun auch sein eigener Eintritt in den Ruhestand. Aber halt: da war doch noch etwas! „Niemals geht man so ganz“ – Erwin Eggers wird der Schule also noch ein wenig erhalten bleiben.

(Marika Kosanke-Krampitz)