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Mit 40+ ist Schluss!

40 Jahre und mehr im Schuldienst! Darauf kann die Stellvertretende Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen Rotenburg Katharina Engelhardt zurückblicken. Nun geht sie in den Ruhestand. Trotz aller zur Zeit geltenden Einschränkungen wurde dieses Ereignis in den Räumen der BBS  würdig begangen. Die Aula war zwar stuhlmäßig nicht so bestückt, wie man das sonst von Verabschiedungen kennt: man saß vorbildlich auf Abstand. Etwas zugig war es auch, und nicht sofort konnte man jeden Gast hinter der Maske erkennen. Für die Jubilarin, die bekanntlich immer positiv denkt, war es trotzdem „ein schönes Bild“, was sich ihr bot. Es hatten sich ja – neben der Familie – auch viele Weggefährten eingefunden mit guten Worten, schönen Geschenken und kleinen Aktionen im Gepäck.

Schulleiter Oberstudiendirektor Hertz-Kleptow zeigte in seiner Ansprache  den beruflichen Werdegang Engelhardts auf und würdigte ihre vielfältigen Aktivitäten. Gemeinsam mit  Studiendirektor Lars Meier hatte er auch seine kreative Seite ausgelebt und (mit tatkräftiger Hilfe eines ehemaligen Kollegen) eine Collage erstellt, in der sich diese Aktivitäten wiederfanden, z.B. die Ausbildungsmesse, die Flüchtlingsbeschulung oder die Berufsorientierung, um nur einige zu nennen.

Studiendirektorin Gisela Renz-Knappik wusste zu berichten, dass Katharina Engelhardt 1995 als erste Frau in die Erweiterte Schulleitung eintrat,  zunächst als Koordinatorin im Bereich der Hauswirtschaft, später der Sozialpädagogik. Die Nähe zum Fachbereich Sozialpädagogik habe sie  immer behalten und auch darauf bestanden, die Abschlussrede bei den Entlassungsfeiern der sozialpädagogischen Fachklassen zu halten. Vielleicht könne man sie weiterhin als Gastrednerin engagieren – so Gisela Renz-Knappik scherzhaft.

In gewohnt launiger Art sprach Erster Kreisrat Dr. Lühring von der umtriebigen Art der Jubilarin, die immer zur Stelle gewesen sei, wenn es gegolten habe, eine Auszeichnung oder ein Label zu „ergattern“, das die Schule noch nicht hatte. Aber er pries die BBS auch als „Hort der Stabilität“:  für ihn sei diese Schule eigentlich immer mit der Person Katharina Engelhardts verbunden gewesen. Als Geschenk hatte er unter anderem Honig von „landkreiseigenen Bienen“ mitgebracht.

„Bleiben Sie so, wie Sie sind!“ – Diesen Wunsch gab Norbert Schmudlach als  Kreishandwerksmeister der Jubilarin mit auf den Weg.  Die Handwerkerschaft habe sich mit ihren Sorgen und Nöten bei Katharina Engelhardt stets gut aufgehoben gefühlt, betonte er.

Der Personalratsvorsitzende Lothar Schulz, auch bekannt als Meister Lodini, ließ es sich nicht nehmen, eine kleine Zaubereinlage zum Besten zu geben. Unter Zuhilfenahme von Magie bzw. Maggi und mit flotten Sprüchen auf den Lippen beeindruckte er nicht nur die Jubilarin mit seinen Kunststücken.

Die ehemalige Kollegin Dagmar Segger, die mit Katharina Engelhardt für die „Region des Lernens“ verantwortlich zeichnet, entließ die zukünftige Pensionärin  schließlich symbolisch aus der Schule in die Arme ihrer Familie.

Katharina Engelhardt, die nach eigenem Bekunden nie Lehrerin werden wollte und erst recht nicht in Rotenburg, zog eine durchweg positive Bilanz. Nie habe sie sich bei ihrer Arbeit die Sinnfrage gestellt. Und Schule könne einfach nicht  langweilig werden, auch nach 40 Jahren nicht. In sehr individuellen Worten bedankte sie sich bei ihren langjährigen und nicht so langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten aus den zahlreichen Institutionen und aus der  Schule.

Der sich an die offizielle Feierstunde anschließende Rundgang über den in der Pausenhalle aufgebauten  „Markt der Möglichkeiten“ zeigte noch einmal geballte Kreativität. Entstanden aus der Not heraus, dass die Aula nicht alle Gratulantinnen und Gratulanten aufnehmen konnte, war hier eine Art  Marktplatz geschaffen worden und mittendrin ein festlich geschmückter Maibaum. Hier präsentierten sich die unterschiedlichsten Gruppen, mit oder in denen die Jubilarin gearbeitet hatte.

Alles in allem ein gelungenes Fest, selbst mit Abstand und Maske. Ganz wesentlich zum Gelingen trug auch Stephan Orth bei, der mit seinem Klavierspiel für die richtige Untermalung sorgte, indem er z.B. einen Beatles-Song passend zum Alter der Jubilarin einspielte und auch ansonsten mit seiner Improvisation kleine Überraschungen parat hielt.

(Marika Kosanke-Krampitz)