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Mit 400 Volt in die Zukunft

Kürzlich fand im Autohaus Holst in Scheeßel die Übergabe eines Elektrofahrzeugs an die Verantwortlichen der BBS Rotenburg statt. Im Beisein des Leiters des Schulverwaltungs- und Kulturamtes beim Landkreis Rotenburg Herrn Stefan Raatz beschrieb unser Schulleiter Wolf Hertz-Kleptow den Weg der Anschaffung eines VW e-up.

Ab 2012 habe die BBS Rotenburg schon über ihr Innovations- und Zukunftszentrum für Alternative Antriebstechnik in der Fahrzeugtechnik das Thema Elektromobilität in den Unterricht eingebunden, so unser Schulleiter. Die Umsetzung dieser Thematik wurde aufgrund der Neuordnung der Kfz-Berufe notwendig, da das Fachgebiet der Elektrofahrzeuge neu in den Rahmenlehrplan für Kfz-Mechatroniker aufgenommen worden war.

Da nun  das alte Elektrofahrzeug „in die Jahre“ gekommen war, zeigten sich alle Beteiligten hocherfreut, das neue, über den Landkreis ausgeschriebene Fahrzeug mit top aktuellen Standards entgegenzunehmen. In seinen Ausführungen ging unser Schulleiter auch auf die bei VW vorhandenen pädagogischen Unterlagen ein, welche die Lernfeldarbeit unterstützen würden.

Abteilungsleiter Norbert Kaufmann hob hervor, dass die Neuerungen in der Elektromobilität zeitnah in die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker einfliessen würden. Er sehe Schule hier auch als Vorreiter für die Ausbildung.

Die Bildungsgangsleiter Fahrzeugtechnik  Jens Weißbach und Jean-Mc Sprathoff betonten, dass die Berufsbildenden Schulen Rotenburg nun über ein aktuelles Elektro-Kfz verfügten, welches für die Beschulung der Kraftfahrzeugmechatroniker bestimmt sei..

Zur Ausbildung der Kfz-Mechatroniker in der Berufsschule gehört auch das „Freischalten“ von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen. Darunter versteht man einen besonderen Vorgang, bei dem die Hochvoltbatterie vom Fahrzeug getrennt und eine Spannungsfreiheit für das gesamte System erreicht wird. Hierbei sind umfangreiche Kenntnisse der Elektrotechnik und der Gefahren des elektrischen Stroms erforderlich. – Dieser Ausbildungsschritt wird in der BBS Rotenburg erst theoretisch erarbeitet und anschließend am VW e-up praktisch ausgeführt.

Diese Qualifizierung mündet in den sogenannten Sachkundenachweis, der vorliegen muss, bevor ein sicheres Arbeiten am Fahrzeug möglich sei, so die anwesenden Vertreter des Autohauses Scheeßel. Auch in der praktischen Ausbildung im Kfz-Betrieb wird diese Vorgehensweise ausgebildet und für jeden Fahrzeugtyp speziell geschult.

(J.Sprathoff, E.Voß, J. Weißbach)