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Reisetagebuch des Sportkurses „Segeln und Surfen“

DO,08.06.17

Der erste Tag ist bestanden und die Wohnwagen sind eingerichtet. Nach zwei Stunden in der kalten Ostsee ist der Körper ordentlich durchgefroren und es wird sich nach einer heißen Dusche gesehnt! Die Übungen haben nichtsdestotrotz ihren eigenen Spaß gebracht und auch, wenn man einmal öfter vom rutschigen Brett fiel, so hat es doch Freude bereitet.
Der Wind (ein ablandiger) trieb uns schnell vom Ufer weg und wir hatten Mühe, zurück zum Ufer zu paddeln. Dort angekommen mussten wir uns erst einmal aus unseren Neoprenanzügen schälen, was sich als äußerst schwierig erwies. Danach konnte nur eine heiße Dusche die eingefrorenen Glieder neu erwecken. Die Theoriestunden fielen (in diesem Sinne Gott sei Dank) aus, da aufgrund der schlechten Wetterlage auf der Wiese hätte weiter gesurft werden können. Stattdessen verzogen sich die meisten Gruppen in die Wohnwagen, um einen Filmabend zu veranstalten. Alles in Allem war es ein langer, schöner aber auch anstrengender erster Tag!

FR, 09.06.17

Nach einem gemeinsamen Frühstück und anschließender Theoriestunde, ging es für die erste Gruppe zum Surfen. An der Surfschule angekommen bereiteten wir alles für die erste Surfstunde mit Segel (Rigg) vor. Bevor wir allerdings ins Wasser gehen konnten, hörten wir noch einen kleinen Vortrag darüber, wie wir das Rigg aufbauen müssen und am Bord befestigen können. Nachdem wir mit dem Aufbau fertig waren, mussten wir einige Übungen bewältigen, um uns mit dem Rigg vertraut zu machen. Danach ging es ins Wasser. Für viele war es das erste Mal auf dem Bord mit dem Rigg. Wir fuhren in verschiedene Richtungen und stellten fest, dass es vorher immer leichter aussah, als es wirklich ist. Nach vier Stunden wechselten wir mit der zweiten Gruppe, die das Gleiche machen musste, wie die erste Gruppe. Leider musste diese Gruppe früher raus, da sich ein Gewitter näherte. Deshalb viel die gemeinsam geplante Theoriestunde ein weiteres Mal aus. Dennoch war Herr Therkorn sich nicht zu schade, bei Sturm und Regen einmal jeden Wohnwagen zu besuchen und noch einmal die Knoten zu üben. Danach hatten wir frei und konnten tun, was wir wollten.

SA, 10.06.17

Das Wetter heute war zum ersten Mal besser, als bei unserer Ankunft. Der Wind blies zwar immer noch recht kräftig, doch die Wolkendecken brachen allmählich auf und schon bald strahlte die Sonne mit all ihrer Kraft aufs Wasser. Das machte die Surfeinheiten zu einer schönen Angelegenheit, da sich das Wasser recht schnell aufwärmte und Stürze in den Binnensee nun nicht mehr so unangenehm machte. Das Problem war eher, dass durch die Sonnenreflektion der Wellen die Gefahr eines Sonnenbrandes unheimlich anstieg. Und so kam es, dass sich bei über der Hälfte der Schüler bereits nach dem Kurs rote Haut zeigte.
In einem Fall kam es leider auch zu einem leichten Sonnenstich mit einer Haut, die bereits dem Rot einer gekochten Krabbe glich ( 😃 )
Dennoch wurde viel gelernt und so langsam schienen die Wenden und Notstopps Fuß zu fassen, wären da nicht immer diese Schüler, die bei starkem Wind in die berühmt berüchtigte „Kackstellung“ (Zitat; Cord Hoops) gingen.
Am Abend war das Wetter erstaunlicherweise gut genug, um die Theorieeinheit zum Aufriggen des Katamarans durchzugehen. Allerdings schienen die Schüler nicht die nötige Motivation, geschweige denn Konzentration aufbringen, und da fragt man sich, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, die Theorieeinheiten auf den nächsten Morgen zu verlegen.

SO, 11.06.17

Der Tag heute war recht ereignislos. Auf dem Surfbrett wurden dieselben Übungen wie den Tag davor absolviert und nur der Nachmittag bereitete etwas neuen Schwung. Denn heute war der Tag, an dem wir endlich auf einen Katamaran steigen und ihn manövrieren durften. Das hat einigen Spaß gebracht, aber auch nasse Kleidung und kraftlose Hände. Am Abend war dann die erste Knotenprüfung, bei der jeder Kandidat ganze 15 Punkte abgestaubt hat.
Da das Wetter heute Abend leider wieder in Regen endete, musste die Theoriestunde wieder auf den nächsten Morgen verlegt werden. Sehr zu Herrn Therkorns Bedauern, natürlich. Aber natürlich muss man zugeben, dass wir uns zumindest ein wenig darüber freuten, da wir so den Abend frei verbringen konnten.

MO, 12.06.17

Die heutige Lektion: Surfbretter sind gefährlich!
Der Wind war schrecklich. In sturmartigen Böen wurden wir regelrecht über den Binnensee gefegt und hatten große Mühe, länger als drei Sekunden auf dem Brett zu stehen. Dazu kam, dass es sich um einen Wind handelte, der und immer weiter zum Strand trieb und wir deshalb extrem darauf aufpassen mussten, nicht allzu weit von der Gruppe abzutreiben. Es wurde also eher mehr gezogen und gepaddelt, als auf dem Brett gesurft. Da ließ sich Frustration natürlich nicht vermeiden.
Am Nachmittag viel der Katamaran-Kurs leider aufgrund der schlechten Wetterbedingungen aus und wir hatten Freizeit. Da wurden Spiele gespielt, Ferngesehen und sich ausgeruht, was auch mal ganz gut tat. Außerdem konnte die Zeit gut zum Lernen genutzt werden.

DI, 13.06.17

Heute verhielt es sich Wettertechnisch genau wie gestern. Der Wind pustete uns Wasser und Sand um die Ohren und wir hatten extreme Schwierigkeiten, Kurszuhalten. Die Katamaraneinheit fiel nun zum zweiten Mal aus und unser Lehrer, Olly, ging mit uns in der Theorie das Wenden und das Kentern mit dem Katamaran durch. Da wir allerdings einigermaßen verstanden, was er uns erklärte und auch recht schnell seine Prüfungsfragen beantworten konnten, endete diese Einheit schon um 16.00 Uhr.

MI, 14.06.17

Nach dem sich der Wind der vergangenen Tage wieder gelegt hatte, ging es recht früh aus Wasser, um die Katamaraneinheit nachzuholen. Nachdem wir die Katamarane aufgeriggt hatten, ging es sofort ins Wasser. Heute probierten wir uns erstmalig an der Wende. Bei einigen gelang dieses Manöver schon recht gut. Zum Glück ist keines der Trios mit den Katamaranen gekentert. Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam mit dem Fahrrad um den Binnensee und erreichten Burg. Bevor wir allerdings dort ankamen, mussten wir einen platten Reifen flicken. Dort angekommen fuhren wir direkt zum Silo-Climbing. Nach einer kurzen Einweisung konnten wir dann auch endlich direkt anfangen. Dabei hing das Leben des Kletterers in Händen des Sicherers. Eine Mitschülerin und Herr Hoops erklommen den schwierigsten und höchsten Kurs mit 40 Metern. Nachdem alle Wackelpuddingarme- und Beine hatten wir Freizeit. Viele fuhren mit den Rädern weiter zum Restaurant „zur goldenen Möve“ ( Mc Donald ). Am Abend lernten alle fleißig für die zwei theoretischen Prüfungen, Surfen und Katamaran, die am nächsten Tag stattfinden sollten.

DO, 15.06.17

Heute war der Tag unserer Prüfungen. Bereits vor dem Frühstück schrieben wir die beiden theoretischen Prüfungen für das Windsurfen und den Katamaran. Danach ging es für die erste Gruppe direkt zur praktischen Prüfung des Windsurfens. Sowohl die erste als auch die zweite Gruppe haben den praktischen Teil bestanden. Danach war das Segeln mit dem  Katamaran an der Reihe. Da es hier keine praktischen Prüfungen gab und nur das Kentern geübt wurde (das im Übrigen nicht ganz ungefährlich ist), war das Ganze ein wenig entspannter. Den Segelschein für den Katamaran hat jeder bekommen, auch die, die leider nicht ganz so tätig waren, wie andere. Beim Segelschein fürs Windsurfen verhielt es sich genauso. Und so vergingen die acht Tage wie im Flug und im Endeffekt kann man wohl sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat.

FR, 16.06.17

Heute war der Abreisetag hier bei uns. Nachdem wir alle ein letztes Mal gemeinsam gefrühstückt haben und unsere Wohnwagen gereinigt waren, ging es mit den Taxis zurück zum Bahnhof. Dort angekommen mussten wir nur kurz warten um den Zug nach Hause zunehmen.

Unser kleines Fazit

Die Tage an sich erschienen in ihren eigenen Wegen recht lang, blickt man nun jedoch zurück, so scheint es, als sei gerade mal eine halbe Woche vergangen.
Sowohl das Surfen als auch das Katfahren haben große Freude bereitet und ich bin froh, sagen zu können, dass es sich wirklich gelohnt hat. Jörg und Cord (Duzen im schriftlichen Sinne ist sooo viel einfacher) waren tolle Lehrer mit einer Engelsgeduld und viel Fürsorge, die nicht jeder Lehrer einfach so aufgebracht hätte. In diesem Sinne: Weiter so und vielen Dank für die tolle Zeit!

(Karlinka Schwarzwälder)