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„Segeln und Surfen 2018“: Tagebucheinträge des Sportkurses der BBS Rotenburg

Donnerstag, 07.06.2018

Die Reise beginnt: allesamt trafen wir uns um 8:30 Uhr am Rotenburger Bahnhof und warteten auf unseren Sportlehrer Herrn Therkorn. Für ihn als Initiator war es der 33. Surfkurs auf die Ostsee-Insel Fehmarn! Er brachte uns die Zugtickets, fuhr allerdings nicht mit uns, sondern mit dem Auto. Mit dem Zug fuhren wir zuerst zum Hamburger HBF und von dort aus stiegen wir in den Zug nach Lübeck. In Lübeck stiegen wir erneut um und fuhren nach Burg auf Fehmarn. Von dort aus wurden wir von ein paar Taxen abgeholt, die uns zum Campingplatz Wulfener Hals brachten. Dort angekommen bekamen wir die Schlüssel für die Wohnwagen, die wir sofort inspiziert haben. Danach hatten wir kurz Freizeit, die wir nutzten, um den Platz zu erkunden und an den Strand zu gehen. Kurz danach trafen wir uns mit den Lehrern Herrn Therkorn und Herrn Hoops. Bereits am Anfang ermunterten sie uns, sie zu duzen und sie mit Jörg und Cord anzusprechen. Im Laufe des Treffens teilten wir Dienste ein, wie z.B. den Brötchendienst für das Frühstück und den Bojendienst. Darauffolgend wurde uns der komplette Platz gezeigt; die Waschräume, Rezeption, der (kleine) Supermarkt und auch die Surfschule. Nach der Reviereinweisung begannen die Vorbereitungen für das Wasser; wir suchten uns Neoprenanzüge und Surfschuhe heraus und bauten die Bretter zusammen. Auf dem Wasser machten wir ein paar Brettspiele um das Brett kennenzulernen und unsere Balance zu üben. Wie erwartet sind viele ins Wasser gefallen, aber das passiert nunmal wenn man einen 360° Dreh-Sprung und einen Kopfstand auf dem Brett machen soll.

Nachdem wir mit allen Übungen fertig waren, zwängten wir uns aus den Neoprenanzügen hinaus und gingen zurück zu den Wohnwagen, in denen wir uns ersteinmal eingerichtet haben.

Anschließend ließen alle den ersten Abend, zufällig im selben Restaurant, ausklingen.

Freitag, 08.06.2018

Der Tag beginnt mit unserem ersten gemeinsamen Frühstück um 9 Uhr. Dabei besprachen wir unter anderen den Tagesablauf. Danach ging es für die erste Gruppe bereits um 10 Uhr los. Es wurden Riggs, die Segel, aufgebaut, mit denen auf einer Wiese erst einmal Riggspiele gemacht worden sind, um ein Gefühl für das Segel zu entwickeln. Dann ging es das erste Mal in voller Montur aufs Wasser. Und, wie zu erwarten, war zahlreiches Reinfallen ins Wasser angesagt. Dennoch hat es allen gefallen. Um 14 Uhr war der Wechsel, bei dem die erste Gruppe das Wasser verlässt und die Zweite bis 18 mit den Riggspielen und dem Surfen dran ist.

Nach diesem ersten harten Tag gefühlt 4 Stunden Surfen waren alle müde und erschöpft und wollten einfach nur duschen und schlafen, jedoch stand bereits die erste Theoriestunde auf dem Plan.

 

Samstag, 09.06.2018

Der Tag beginnt, wie die ganzen nächsten Male auch, mit dem gemeinsamen Frühstück  um 9 Uhr. Der gesamte Tag verlief wie der vorherige, bloß war es dieses Mal so, dass die Gruppe die gestern am Morgen surfen war heute am Mittag dran ist, und andersrum. Und am Abend war die nächste Theoriestunde zum Katamaran, um uns etwas auf unsere erste Katamaran-Stunde am nächsten Tag vorzubereiten.

Sonntag, 10.06.2018

Nach dem Frühstück begann unsere erste Katamaran-Einheit mit beiden Gruppen zusammen. Der Kat Lehrer Olli beobachtete und gegebenenfalls korrigierte unsere Arbeit an den Katamaranen, da der Aufbau als Anfänger etwas verwirrend sein kann und man nicht sofort alles richtig macht. Die nächsten 4 Stunden Katamaran haben viel Spaß gemacht, gleichzeitig war es aber auch anstrengend, besonders für Hände und Arme, und wir wurden auch alle ordentlich nass, da wir oft ziemlich schnell unterwegs waren. Beinahe alles verlief ohne Probleme, jedoch schaffte es eine Gruppe versehentlich zu kentern. Danach hatten wir wieder Freizeit und am Abend war wieder eine Theoriestunde. Danach gingen ein paar Gruppen zum Italiener auf dem Campingplatz und genießen den restlichen Abend.

Montag, 11.06.2018

Nach dem Frühstück begannen beide Gruppen mit ihrer zweiten Kat-Einheit von 10-13 Uhr. Wir lernten mit dem Katamaran zu wenden und dieses Mal ist niemand gekentert!

Danach war die erste Gruppe dran, von 13-15 Uhr zu surfen und danach von 15-17 Uhr die Zweite. Der Rest des Tages verging ohne weiteren Ereignisse bis zum Abend, an dem wir unsere letzte Theoriestunde hatten. Während den restlichen Abendstunden stieg die Vorfreude auf unseren freien Tag am Dienstag.

Dienstag, 12.06.2018

Nach dem Aufwachen waren alle gut drauf, denn heute ist der freie Tag – ein Tag komplett ohne Wassersport! Wie gewohnt frühstückten wir um  9 Uhr zusammen und um 10:15 Uhr trafen wir uns an der Rezeption um unsere ausgeliehenen Fahrräder abzuholen. Der gesamte Kurs, inklusive Lehrer, radelte bis in die Stadt Burg zum Silo-Climbing. Viele Erfolge wurden beim Klettern gefeiert; denn ganze vier Schüler unseres Kurses schafften es, die ganzen 40 Meter bis zur Spitze hinaufzuklettern. Belohnt wurden sie dann mit einer beeindruckenden Aussicht. Nach den ca. 90 Minuten die wir geklettert sind, hatten wir den Rest des Tages Freizeit und konnten machen was wir wollen. Die einzige Anforderung war, dass die Fahrräder um 16:30 zurück am Campingplatz sein sollen. Der Kurs verteilte sich in ganz Burg; es wurde die Stadt erkundet, eingekauft, gegessen,… oder später auch schon für die Theorieprüfung am Donnerstag gelernt. Somit ging ein lustiger und erholsamer Tag zu Ende.

 

Mittwoch, 13.06.2018

Und täglich grüßt das Murmeltier. Heute ist der letzte Tag, an dem wir unseren gewohnten Tagesablauf ausleben können. Wir frühstückten, fuhren Katamaran und kenterten dieses Mal für die Lernerfahrungen absichtlich, da das Wiederaufstellen des Katamarans eine bestimmte Reihenfolge hat und Vorsicht geboten ist. Im Anschluss waren wir wieder in getrennten Gruppen Windsurfen.

Gleichzeitig waren dies unsere finalen Übungsstunden für die Prüfungen am nächsten Tag. Zudem lernten am Abend alle fleißig für die anstehenden Theorieprüfungen.

 

Donnerstag, 14.06.2018

PRÜFUNGSTAG! Der Tag, für den alle bereits am Anfang keine Motivation hatten. Hier ist die Endabrechnung und wir können zeigen, was wir die letzten Wochen in der Schule und auf Fehmarn gelernt haben.  Direkt nach dem Frühstück war unsere Theorieprüfung zum Windsurfen; wir schrieben sie direkt am Frühstückstisch. Danach legten die ersten Schüler ihre Knotenprüfung ab bei der viele 15 Punkte erreichten, da sie es geschafft haben, die diversen Knoten blind zu knoten. Danach ging es direkt zur Surfschule, mit dem Ziel sofort unsere praktische Katamaranprüfung abzulegen. Unsere Pläne wurden jedoch durcheinander gebracht, da eine andere Schulklasse bereits die Katamarane benutzte. Deshalb starteten wir mit unserer Theorieeinheit und dann die Theorieprüfung zum Katamaran. Darauf folgte endlich die praktische Prüfung zum Katamaran und direkt danach die Praktische zum Windsurfen.

Das Ergebnis: Es haben alle mit Erfolg bestanden! Nach den Prüfungen konnten wir, wenn wir wollten, noch etwas surfen. Jörg bot sich an, noch etwas auf dem Wasser zu bleiben und surfte anschließend noch mit ein paar Schülern. Um 18 Uhr trafen wir uns alle vorne an der Surfschule und uns wurden unsere Segelscheine für den Katamaran ausgehändigt. Später um 19:30 Uhr trafen wir uns alle, samt Lehrer, beim Italiener für ein gemeinsames letztes Essen um die Kursfahrt ausklingen zu lassen. Wir lachten, erzählten und hatten Spaß mit den Lehrern. Jörg überreichte allen mit Freude ihre Surfscheine, gratulierte uns und richtete ein paar finale Worte an den Kurs. Zum Ende des Abends gingen wir alle nach “Hause” und beendeten den Tag.

 

Freitag, 15.06.2018

Abwechslung am Morgen: Wir standen um 7 Uhr auf und es begann die intensive Putzeinheit. Um 9 Uhr war die Übergabe der Wohnwagen, weshalb auch unser Frühstück um eine Stunde vorgezogen wurde. Deshalb standen alle früh auf um die Wohnwagen zu putzen, aufzuräumen, das restliche Geschirr zu waschen und um Koffer zu packen. Während des Frühstücks hatten die letzten Schüler ihre Knotenprüfung. Nach der Schlüsselübergabe machten sich alle mit ihrem Gepäck auf den Weg zur Rezeption, da wir  um 10 Uhr erneut mit dem Taxi zum Bahnhof in Burg gefahren werden sollten. Cord war dieses Mal dabei, da er mit uns nach Hamburg fahren wollte. Am Bahnhof von Burg angekommen mussten wir ersteinmal 1 ½ Stunden auf unseren Zug warten. Währenddessen gingen ein paar in den nahe liegenden Sky und kauften etwas Proviant für die Reise und der Rest der Gruppe setzte sich bei Sonnenschein und schönsten Temperaturen auf den Rasen und spielte Kniffel.

Mit einer Reise kommen immer Komplikationen: Während wir warteten erfuhren wir von einer anderen abfahrbereiten Schulklasse, dass unser Zug nach Lübeck nicht kommen wird. Also wurde nach vielen Recherchen ein Bus organisiert. Als wir unser Ziel erreichten,  sprintete der gesamte Kurs in den Lübecker Bahnhof um den nächstmöglichen Zug noch rechtzeitig zu erreichen. Nachdem wir in Hamburg angekommen sind verabschiedeten wir uns von Cord und stiegen in den Zug nach Rotenburg, womit unsere Kursfahrt beendet wurde.

Als Fazit lässt sich definitiv sagen, dass es eine lustige und spaßige Kursfahrt war, auf der wir viel lernten. Nun sind wir alle in der Lage, sicher zu surfen und zu segeln. Auf Fehmarn haben wir viel erlebt und haben ein paar schöne Zeiten miteinander verbracht. Wir gingen essen, kochten und grillten zusammen, verbrachten späte Abende am Strand und spielten Karten und lernten zusammen. Es war eine schöne Erfahrung!

(Lara Korda)