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Skikurs Langlauf in Norwegen / Gomobu

Berufliches Gymnasium 12. Jahrgang, Januar 2020

Neue und bekannte Gesichter, darunter erfahrene und unerfahrene SkilangläuferInnen. Ganz ehrlich: trotz zweier Vortreffen und einiger Internetrecherchen kann man sich die ganze Fahrt noch nicht so ganz vorstellen. Und dementsprechend laufen die ersten Tage auch ab. Wer ist in welcher Hütte? Wann war nochmal Frühstück? Und wie zur Hölle bekomme ich diese Skier jetzt zum Bremsen?
Aber mit der Zeit bekommt man eine Routine. Alle Namen sind bekannt. Die Hütten sind mit privatem Kram eingerichtet und ein kleines Zuhause geworden. Die viel zu kleine Küche ist zwar immer noch klein, aber inzwischen kennt man sich aus. Und auch am Skifahren findet man langsam mehr Gefallen! Und dann ist da noch Norwegen an sich. An eines hat man sich nämlich nicht gewöhnt: an die schöne Aussicht… und natürlich den Schnee, den gefühlt von Tag zu Tag schöner werdenden Sonnenuntergang, nachts den hellen Mond und die Sterne am klaren Nachthimmel! Und plötzlich vergeht die Zeit wie im Flug. Aufstehen, frühstücken, Skitour, In-der-Hütte-abhängen, Abendessen,… und dazwischen ganz viel Tee, Kekse, Waffeln und gute Gespräche. Jeder Tag anders, aber irgendwie auch gleich. Obwohl, je nachdem, wie man ihn gestaltet: als Naturerlebnis: Fahren durch den tiefen Schnee, fernab der Wege, nur die Natur, die Stille, der Wind und die leisen rauschenden Skier unter einem. Und dann die karge aber atemberaubende Landschaft, geprägt durch Hügel und kleine, glitzernde, vereiste Bäume wie in Tausend und einer Nacht. Der Schnee blendet, Untiefen sind kaum erkennbar, in den trockenen Bachläufen die Wildspuren. Und wenn es dunkel ist, noch Ski zu fahren, der Mond und die Sterne über einem, das ist ein unvergessliches Erlebnis.

Oder sportlich: ein Fuß in der Loipe, mit dem andern Fuß wird gebremst, und dann den Schwung nutzen, um den nächsten Hang mit Power wieder hinauf zu fahren …, denn einen Skilift gibt es nicht! An diesen Stellen findet auch ein Alpinskiläufer Gefallen an den Langlaufskiern, denn man ist zwar etwas langsamer unterwegs aber die teils engen Abfahrten machen es doch spannend. Man nimmt die Natur viel direkter wahr und die Pisten sind sehr viel leerer. So war diese Fahrt auch für die Alpinfahrer eine großartige Erfahrung und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Und schon sitzen wir auch schon im Bus nach Hause: „Wow krass, irgendwie ging es ja doch ganz schön schnell rum“, hört man aus vielen Mündern. „War der Biathlon gestern oder vorgestern?“ und „wann war das Lagerfeuer nochmal?“, zugegeben: die Tage sind nicht mehr auseinander zu halten.
Ein paar Gespräche noch und dann schlafen die meisten aber auch schon. Irgendwie war’s dann ja doch anstrengend und die geliebten Betten wurden vermisst. Aber nach Norwegen, da kommen wir nochmal wieder!