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Was nährt den Zusammenhalt?

In diesem Jahr ist vieles anders! Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag spürbar verändert: Gemeinsame Feste und Feiern, Kino oder Konzert- und  Sportveranstaltungen, sogar der abendliche Disco- oder Kneipenbesuch finden – wenn überhaupt – nur unter den bekannten Hygieneauflagen statt. Auch Schulen und Kitas waren lange geschlossen. Und selbst wenn sie jetzt wieder geöffnet sind, bleiben Maskenpflicht, Abstandsregeln und unterschiedliche Pausenzeiten zu unserem Schutz weiter nötig.

Auch während der Sommerferien haben wir auf manches verzichten müssen. Der Urlaub an südlichen Sonnenstränden war vielen zu riskant. Sie sind zuhause geblieben oder haben die Ferien irgendwo in Deutschland verbracht. Aber gerade so haben viele Familien erfahren, was das Familienleben wert ist.

Und: Gott sei Dank! Hunger leiden müssen wir hierzulande nicht. Unsere Nahrungsmittelversorgung ist trotz des trockenen Sommers gesichert.

Auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene allerdings gibt es immer mehr Bestrebungen, die Gesellschaft zu spalten. Einfache Muster werden bedient: Wir gegen die anderen! Falschmeldungen, Verschwörungsmythen werden in den sozialen Medien und bei den Demonstrationen gegen die Hygieneauflagen als Wahrheiten angeboten, um Unsicherheit in der Bevölkerung zu schüren.

Da kann das bevorstehende Erntedankfest ein guter Anlass sein, darüber nachzudenken, was unser Zusammenleben nährt und ernährt.

Gemeinsame Werte wie Toleranz, Solidarität mit Minderheiten oder das Engagement für das Klima können helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dafür lohnt es sich einzusetzen. Denn Demokratie und Freiheit brauchen unser Engagement – als Nahrung gewissermaßen -, damit sie uns auch in Zukunft erhalten bleiben.

(Hartmut Talke, Schulpastor)

Das passende Foto zum Artikel zeigt unsere Fachschule Agrar mit ihrem kürzlich errichteten Stand zum Erntedankfest